
Das erwartet dich
- Was zwei zeitgenössische Quellen über ihn schreiben, die mehr als hundert Jahre auseinanderliegen
- Wie ein in ganz Frankreich verbreiteter Jagdhund fast verschwand und ab 1970 wieder aufgebaut wurde
- Was der FCI-Standard über seine Arbeit im Wasser verlangt
- Woran sich die Erwartung an den wuscheligen Familienhund reibt
- Weshalb der Gesundheitsteil dieses Portraits kürzer ausfällt als bei anderen Rassen
Film
Verschaff dir im Film einen ersten Eindruck vom Barbet, bevor es in seine Geschichte geht.

Illustration: Richard Strebel, aus: „Die deutschen Hunde und ihre Abstammung“, Kern & Birner, Frankfurt am Main 1905 (Gemeinfrei). Die Tafel trägt die Unterschrift „Der Barbet“ und zeigt keinen benannten Hund, sondern eine Typdarstellung.
Videoaufnahmen: Gila Fichtlmeier.
Kurzbeschreibung
Der Barbet ist ein französischer Wasserhund von mittlerer Größe, dessen Körper etwas länger ist als hoch. Sein langes, wolliges und gelocktes Haar bedeckt im natürlichen Zustand den ganzen Körper und kann Schnüre bilden, darunter sitzt eine verhältnismäßig dicke Haut. Beides zusammen schützt ihn gegen Kälte und Nässe, und beides verlangt eine Pflege, die sich über das ganze Hundeleben zieht. Am Kinn formt das Haar den Bart, dem er seinen Namen verdankt, über den Augen fällt es bis auf den Nasenrücken. Die Ohren sitzen tief und hängen lang herab. Im Wesen ist er ausgeglichen, sehr auf seinen Führer bezogen und gesellig, und er geht ins Wasser, auch wenn es sehr kalt ist.
Wie die Rasse um 1900 beschrieben wurde
Als das Système de la nature 1793 in der französischen Fassung die damals bekannten Hunde ordnet, steht der Barbet gleich zweimal darin: als Grand Barbet und als Petit Barbet, beide als eigene Varietäten. Der große trägt den lateinischen Namen Canis aquaticus, den Wasserhund, und die ganze Beschreibung besteht aus einer Zeile: „Poil frisé, long, semblable à de la laine de mouton“ (Système de la nature, Ausgabe Gmelin, französische Fassung 1793, Genre XIII Chien, Varietät e.). Gekräuseltes, langes Haar, ähnlich der Wolle eines Schafes, so die eigene Wiedergabe. Mehr braucht es damals nicht, um ihn zu bestimmen. Das Fell und das Wasser sind der Hund.
Gut hundert Jahre später beschreibt Richard Strebel in seinem Standardwerk „Die deutschen Hunde und ihre Abstammung“ denselben Hund und ordnet ihn deutlich schärfer ein. Für ihn ist der Barbet „nichts anderes als das Übergangsstadium vom alten zotthaarigen Schäferhund zum Pudel“ (Strebel, Die deutschen Hunde, Band 2, 1905, S. 112). Die Namensherkunft hält er nüchtern fest: Der Name sei „wegen seines Bartes entstanden“ und leite sich vom lateinischen barba ab. Frankreich sei inzwischen seine Heimat geworden, dort werde er als Rasse gezüchtet und habe „verschiedene Unterarten hervorgerufen“ (Strebel, Die deutschen Hunde, Band 2, 1905, S. 112).
Strebel greift dabei auf eine ältere Beschreibung zurück, die zeigt, wie wenig Pudel und Barbet damals getrennt waren. Von Heppe schreibt 1751 über „Pudeln auch Barbets genannt wegen ihres Barts um die Waffel herum“: Sie seien „recht kraus- und filzhärig und gemeiniglich rabenschwarz“, gingen „gerne ins Wasser, holen alles heraus, was darauf vor ihnen geschossen und was ihnen sonst hineingeworfen wird, und wenn es auch Steine sind“, seien ihrem Herrn sehr getreu und würden zum Scherz „die Scharwenzel“ genannt (Strebel, Die deutschen Hunde, Band 2, 1905, S. 112). Wie lange der Hund diesen Namen schon trug, wisse man nicht, im 16. Jahrhundert aber sei er in Frankreich bereits bekannt gewesen.
Der bemerkenswerteste Satz steht auf der Folgeseite, denn er benennt den Grund für den Niedergang. Der Barbet sei „fast ausschließlich Apportier- und Wasserhund, der aber von andern Hunden mit für den Jäger angenehmerem Haarkleide längst übertroffen wurde, worauf auch sein Rückgang zurückzuführen ist“ (Strebel, Die deutschen Hunde, Band 2, 1905, S. 113). Zugleich sieht Strebel ihn am Anfang einer ganzen Reihe: Dem alten Schäferhund am nächsten stehe der Barbet, aus ihm sei der Griffon mit seinen verschiedenen Haarlängen hervorgegangen. Und für den Irischen Wasserspaniel zitiert er De la Rue aus dem Jahr 1781 mit dem Satz, dieser sei „notre barbet perfectionné“, unser verbesserter Barbet (Strebel, Die deutschen Hunde, Band 2, 1905, S. 116).
Quellen: Système de la nature, Ausgabe Gmelin, französische Fassung 1793, Genre XIII Chien, sowie Richard Strebel (1905), Band 2, S. 112, 113 und 116. Vollständige Quellenangaben siehe Quellen.
Die Entstehung der Rasse
Woher der Barbet ursprünglich kommt, lässt sich nicht sicher sagen. Die eine Erzählung führt seine Vorfahren mit den maurischen Eroberern über Spanien nach Europa, die andere schreibt portugiesischen Seefahrern zu, ihn aus dem Norden mitgebracht zu haben. Beide stehen nebeneinander, ohne dass sich eine belegen ließe (Vereinsangabe). Sicher ist nur, dass ein Wasserhund dieses Zuschnitts früh im westlichen Europa auftaucht und dass der FCI-Standard ihn als sehr alte, in ganz Frankreich verbreitete Rasse führt, die seit dem 16. Jahrhundert in mehreren Werken beschrieben oder erwähnt wird. Bemerkenswert ist, was das Umfeld ausmacht: nicht ein Adelshof und keine planmäßige Zucht, sondern die Sumpf- und Marschlandschaften Frankreichs, in denen im Winter Wasservögel gejagt wurden. Ein Hund, der dort brauchbar sein wollte, musste ins kalte Wasser gehen und sich im Schilf zurechtfinden.
Der erste Rassestandard entstand 1894 (Vereinsangabe). Die Entwicklung lief zu diesem Zeitpunkt aber schon gegen den Barbet, und Strebel benennt 1905 den Grund: Hunde mit einem für den Jäger angenehmeren Haarkleid hatten ihn überholt. Im 20. Jahrhundert verlor Frankreich das Interesse an der Rasse, sie existierte nur noch bei wenigen Züchtern, die ihre jagdlich geführten Hunde über die Jahrzehnte hielten (Vereinsangabe).
1970 schlossen sich diese Züchter in Frankreich zu einem neuen Zuchtverein zusammen, und der Wiederaufbau begann. Er verlief nicht geradlinig. Über die richtige Größe der Rasse wurde nach Vereinsangaben zweiundzwanzig Jahre lang gestritten, und um die schmale Basis überhaupt zu erhalten, wurden gezielt Pudel eingekreuzt (Vereinsangabe).
Der gültige Standard wurde am 21. Februar 2006 veröffentlicht, und er führt den Barbet nicht bei den Vorstehhunden, sondern in Gruppe 8 bei den Wasserhunden. Wie schmal die Basis geblieben ist, zeigt das französische Zuchtbuch: 2025 wurden dort sechsundvierzig Barbet eingetragen, ein Jahr zuvor siebenunddreißig. In Deutschland betreut ein eigener Verein die Rasse.
Ursprüngliche Verwendung und Entwicklung
Der FCI-Standard grenzt die Aufgabe des Barbet ausdrücklich ab: Er sei, wie alle Wasserhunde, „mehr als nur ein reiner Apportierhund“ (FCI-Rassestandard Nr. 105, Abschnitt Verwendung). Er muss das Wild, das sich in der Wasserbepflanzung versteckt hält, suchen, aufstöbern und aufscheuchen, und er apportiert dann das von seinem Besitzer geschossene Wild. Das sind zwei verschiedene Arbeiten in einem Durchgang. Zuerst arbeitet er selbständig und außerhalb der Reichweite seines Menschen, dann nimmt er sich zurück, wartet auf den Schuss und bringt. Dazu kommt eine Eigenschaft, die der Standard eigens erwähnt: Er ist kälteunempfindlich und geht bei jedem Wetter ins Wasser.
Dieses Profil hat sich nicht verändert, wohl aber die Zahl derer, die es abrufen. Der Barbet ist heute überwiegend Familienhund, jagdlich geführt wird nur ein kleiner Teil. In Deutschland verlangt die Zuchtordnung des betreuenden Vereins für die Zuchtzulassung neben Gesundheitsuntersuchungen eine Vereinsanlagenprüfung aus zwei Teilen, einem für das Feld und einem für das Wasser (Vereinsangabe). Die Anlagen werden also weiterhin abgefragt, unabhängig davon, wo der einzelne Hund später lebt.
Was diese Rasse heute prägt
Was einen Hund prägt, der im Schilf selbständig sucht, lässt sich am Standard ablesen: ausgeglichen, sehr auf den Führer bezogen, sehr gesellig und wasserfreudig, auch wenn das Wasser sehr kalt ist. Die beiden Enden dieser Beschreibung ziehen in verschiedene Richtungen. Ein Hund, der weit vor seinem Menschen im Dickicht arbeitet, muss eigene Entscheidungen treffen können, und trotzdem steht im Standard die enge Bindung an den Führer. Der Barbet lässt die Verbindung nicht abreißen, auch wenn er außer Sicht ist.
Im Alltag wirkt beides weiter. Die Nase, die Ausdauer und die Freude am Wasser sind kein Zubehör, sondern der Kern des Hundes, und sie verschwinden nicht, wenn der Sumpf fehlt. Die enge Bindung wiederum macht ihn empfindlich für alles, was zwischen ihm und seinem Menschen unklar bleibt. Ein Barbet, der eine Aufgabe hat und weiß, woran er ist, ist ein ruhiger Hund. Einer, dem beides fehlt, sucht sich sein eigenes Betätigungsfeld.
Was Hundehalter heute erwarten, und woran sie sich reiben
Die meisten Menschen kommen über das Aussehen zum Barbet. Der Lockenkopf mit dem Bart wirkt gemütlich, freundlich und ein wenig altmodisch, und daraus wird schnell die Erwartung an einen pflegeleichten Familienhund. Genau dort liegt der Irrtum, und der Standard sagt es selbst: Das Haar des Barbet werde in einer speziellen Art und Weise gepflegt, um seiner Arbeit wie auch der Erhaltung zu entsprechen. Ein Rassestandard, der eigens einen Satz auf die Pflege verwendet, meint damit keine Kleinigkeit.
Die zweite Reibung liegt bei der Anlage. Wer einen Wasserhund hält und in seiner Umgebung weder Enten noch Schilf hat, hat den Hund trotzdem, und was der Standard als Suchen und Aufstöbern beschreibt, richtet sich dann eben auf das, was greifbar ist. Weil der Barbet außerdem bei jedem Wetter ins Wasser geht, wird jeder Tümpel, jeder Graben und jeder Bach zum Thema, auch im Januar.
Und drittens der Umgang. Ein Hund, der so eng am Menschen hängt, nimmt Unklarheit persönlich. Er verträgt keine Härte, sie verschließt ihn, und er nutzt Inkonsequenz, weil sie ihm die Entscheidung überlässt. Beides führt schnell zu Problemen, die nicht beim Hund liegen.
Anforderungen, die diese Rasse stellt
Zwei Anforderungen stehen beim Barbet nebeneinander, und keine von beiden lässt sich gegen die andere aufwiegen. Die erste ist die Arbeit. Ein Barbet verlangt eine Aufgabe, die Nase und Kopf fordert, und Zugang zu Wasser. Wer ihn jagdlich führt, hat beides im Herbst und Winter, wenn die Enten fallen. Die übrige Hälfte des Jahres steht auch dieser Hund ohne seine Arbeit da. Sucharbeit und Apportierarbeit müssen deshalb im Jägerhaushalt wie ohne Jagdschein das ganze Jahr laufen, nicht als Ersatzprogramm für schlechtes Wetter. Dazu gehört auch, dass die Umgebung dem Jagdverhalten standhält: Wer in einem wildreichen Revier oder an Gewässern mit Wasservögeln unterwegs ist, muss damit dauerhaft umgehen können. Kilometer allein lasten diesen Hund nicht aus.
Die zweite ist die Fellpflege. Durchkämmen bis auf die Haut mehrmals in der Woche, Entfilzen, Kontrolle und Pflege der langen Hängeohren, dazu regelmäßiges Scheren oder Trimmen. Wer das nicht selbst kann, braucht die Zeit und das Geld für einen Hundefriseur, und zwar dauerhaft. Und er braucht Platz für einen nassen, dreckigen Hund, denn genau das bringt der Barbet aus jedem Spaziergang mit.
Schließlich verlangt er engen Anschluss und einen Menschen, der ruhig und berechenbar bleibt. Wer wenig Zeit hat, wer ganztags außer Haus ist oder wer im Umgang zwischen Nachgeben und Durchgreifen schwankt, wird diesen Anforderungen schwer gerecht.
Gesundheit im Blick
Für den Barbet gibt es keine belastbaren Zahlen zur Lebenserwartung. Die großen Auswertungen führen ihn nicht: weder die bislang größte britische Überlebenszeitanalyse mit 155 Rassen noch die schwedischen Versicherungsdaten von Agria erfassen ihn separat. Das liegt an seiner Seltenheit und ist kein Befund über seine Gesundheit. Was die Rasseclubs mit zwölf bis fünfzehn Jahren angeben, ist ein Erfahrungswert ohne Datengrundlage, und mehr sollte man daraus nicht machen.
Was in der Zucht ein Thema ist, lässt sich dagegen an der Zuchtordnung des deutschen Vereins ablesen. Sie verlangt für Zuchttiere einen Gentest auf die prcd-PRA, eine erbliche Form der fortschreitenden Netzhautatrophie, dazu einen Test auf die von Willebrand Erkrankung, eine Störung der Blutgerinnung, sowie Röntgenaufnahmen von Hüft- und Ellbogengelenken. Von der Zucht ausgeschlossen sind unter anderem Hunde mit Lidfehlern, mit Ektropium oder Entropium und Hunde mit Epilepsie (Vereinsangabe). Ob Epilepsie beim Barbet häufiger auftritt als bei anderen Rassen, lässt sich daraus nicht ablesen, die Zuchtordnung sagt nur, dass sie ausgeschlossen wird. Praktisch dazu kommen die langen, tief angesetzten Hängeohren: Bei einem Hund, der ständig ins Wasser geht, brauchen sie regelmäßige Kontrolle.
Zahlen und Studien zur Gesundheit
Systematische Gesundheitszahlen aus unabhängigen Datenbanken liegen für den Barbet nicht vor. Bei einer Rasse, von der 2025 im französischen Zuchtbuch sechsundvierzig Tiere eingetragen wurden, überrascht das nicht. Belastbar sind allein Auswertungen aus der Zuchtarbeit der Rasseclubs, und die beruhen auf kleinen Zahlen.
Zur prcd-PRA nennt der Barbet Club of America zwei unabhängig erhobene Trägerraten. Nach einer Auswertung von MyDogDNA aus dem Jahr 2017 „occurs in 13 % of the population“, sie kommt also bei 13 Prozent der Population vor, bezogen auf über 100 getestete Barbet. Ein zweiter Anbieter kam im selben Jahr auf etwa 12,5 Prozent und bis Ende Oktober auf rund 15 Prozent.[1] Weil die Erkrankung autosomal rezessiv vererbt wird, erkranken nur Nachkommen aus der Verpaarung zweier Träger. Über den Gentest lässt sich das in der Zucht steuern.
Zu Hüfte und Ellbogen hat der Barbet Club of Great Britain die britischen Untersuchungsergebnisse bis zum 31. Juli 2024 zusammengestellt. Für die Hüfte liegt der Rassemedian bei 66 untersuchten Hunden bei 9, der Mittelwert bei 11. Am Ellbogen wurden 52 Hunde beurteilt, davon 47 mit Grad 0, drei mit Grad 1 und zwei mit Grad 2.[2] Das sind kleine Stichproben aus einer jungen Population, und es sind Vereinsangaben, keine unabhängige Studie.
Zur Lebenserwartung gibt es keine Studienzahl. Der Barbet fehlt in McMillans Auswertung von 155 Rassen[3] und in den Agria Breed Profiles.[4]
Quellen: [1] Barbet Club of America, prcd-PRA (Vereinsangabe). [2] Barbet Club of Great Britain, UK Health Testing (Vereinsangabe). [3] McMillan und andere (2024), Longevity of companion dog breeds: those at risk from early death, Scientific Reports (Volltext frei), Supplementary Table S3, in der der Barbet nicht geführt wird. [4] Agria Breed Profiles, Rassenübersicht bei DogWellNet (Berichtsangabe), 122 Rassen für 2006 bis 2011 und 188 Rassen für 2011 bis 2016, ohne den Barbet.
Die Methode bei dieser Rasse
Der Standard beschreibt beim Barbet zwei Arbeiten, die kurz hintereinander verlangt werden und in verschiedene Richtungen ziehen: erst selbständig im Schilf suchen und aufscheuchen, dann sich zurücknehmen, warten und bringen. Ein Hund, der den Wechsel zwischen beidem nicht erkennt, entscheidet selbst, und im Wasser ist er dann nicht mehr erreichbar.
Das Selbständige bringt er mit, den Wechsel nicht. Der wird vereinbart, und zwar vorher, nicht am Ufer. Deshalb geht es beim Barbet weniger um einzelne Signale als darum, dass er jederzeit weiß, wie viel Freiraum ihm gerade zusteht und welche der beiden Arbeiten gerade gilt.
Wie sich das Schritt für Schritt aufbauen lässt und wie die Arbeit am und im Wasser darauf aufsetzt, beschreibt Anton Fichtlmeier in seinen Büchern und Onlinekursen, siehe Empfehlung. Welche Aufgaben einen Jagdhund darüber hinaus auslasten, steht im Sachthema Jagdverhalten.
Kurz zusammengefasst
- Der Barbet ist ein alter französischer Wasserhund, den das Système de la nature 1793 schlicht als Canis aquaticus führte.
- Strebel nannte 1905 auch den Grund für seinen Niedergang: Andere Hunde mit für den Jäger angenehmerem Haar hatten ihn überholt.
- Er ist kein reiner Apportierhund, er sucht und stöbert selbständig, bevor er bringt.
- Zwei Anforderungen wiegen gleich schwer und lassen sich nicht gegeneinander verrechnen: eine Aufgabe, die Nase und Kopf fordert, und die Fellpflege, für die der Standard eigens einen Satz verwendet.
- Belastbare Gesundheitszahlen gibt es kaum und zur Lebenserwartung gar keine, weil die Rasse zu selten ist.
Empfehlung
Für die Erziehung und Ausbildung des Barbet passen folgende Angebote von Anton Fichtlmeier:
Bücher: Die Prägung des Jagdhundwelpen, Grunderziehung für Welpen, Suchen und Apportieren und Die Ausbildung des Jagdhundes.
Onlinekurse:
- Jagdhundeausbildung Grundlagen
- Apportieren für Jagdhunde
- Spurarbeit und Apport am Wasser
- SP Mantrailing für Jagdhunde
- Das Geheimnis der Spurensuche
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Mitreden
Das Reel zu dieser Rasse findest du auf Instagram. Wenn du Fragen hast oder eigene Erfahrungen gemacht hast, diskutier dort mit.
Belege und Quellen
Zeitgenössische Quellen
Système de la nature. Classe première du règne animal, Carl von Linné in der Ausgabe Johann Friedrich Gmelin, französische Übersetzung von Joseph François Philippe Vanderstegen de Putte, Lemaire 1793, Genre XIII „Chien“, Varietäten e. und f. Gemeinfrei. Zitat und Übersetzung wurden gegen die geprüfte Transkription im Rasseordner gegengelesen.
Richard Strebel, „Die deutschen Hunde und ihre Abstammung“, Kern & Birner, Frankfurt am Main 1905, Band 2, S. 112, 113 und 116, sowie die Tafel „Der Barbet“ auf S. 113. Alle Zitate und Seitenzahlen wurden am 8. August 2026 am Originalscan gegengelesen, eine Transkription dieser Seiten liegt nicht vor. Gemeinfrei. Vollständige Angabe siehe Quellen.
Steckbriefdaten
FCI-Rassestandard Nr. 105, Publikationsdatum des gültigen offiziellen Standards 21. Februar 2006, deutsche Fassung, Übersetzung Doris Czech. Gruppe, Sektion, Widerristhöhe, Fell, Farben und Verwendung stammen direkt aus dem Standard, ein Gewicht legt er nicht fest. Der Standard beschreibt das Zuchtziel, nicht den durchschnittlichen Hund, reale Tiere weichen je nach Linie ab.
Herkunft und Wiederaufbau
Sammelbeleg für den Abschnitt „Die Entstehung der Rasse“: Verein für Barbet, Braque sowie Französisch-Langhaar e. V., Rasseinformation Barbet (Vereinsangabe). Von dort stammen die beiden Herkunftserzählungen, der Rückzug Frankreichs von der Rasse im 20. Jahrhundert, die Vereinsgründung 1970, der zweiundzwanzigjährige Streit um die Größe und die Einkreuzung von Pudeln. Der erste Rassestandard von 1894 nach Barbet Club of America, History of the Barbet (Vereinsangabe).
Zuchtbuchzahlen
Société Centrale Canine, Statistiques LOF 2025, Tabelle Groupe VIII, Zeile Barbet: Inscr 2024 37, Inscr 2025 46 (Berichtsangabe).
Zuchtzulassung und Gesundheitsauflagen in Deutschland
Verein für Barbet, Braque sowie Französisch-Langhaar e. V., Zuchtordnung vom 30. April 2023 (Vereinsangabe). Paragraph 12 Absatz 2 Buchstaben g und h: Röntgenuntersuchung der Hüft- und Ellbogengelenke. Paragraph 13 Absatz 1 Buchstabe e: zuchtausschließend sind unter anderem „Hunde mit einem Lidfehler, schweren Augenfehlern, Ektropium und Entropium, Taubheit, Blindheit, Hasenscharte, Spaltrachen, Epilepsie, Skelettdeformationen oder Einhoder“. Paragraph 14 Absatz 1: Gentests auf PRA-prcd, D-Lokus und von Willebrand 1. Paragraph 15 Absatz 2 Buchstabe a: Vereinsanlagenprüfung aus den Teilen VAP-F und VAP-H.
Lebenserwartung
Für den Barbet liegt keine Studienzahl vor. Er ist weder in McMillan und anderen (2024), Supplementary Table S3, noch in den Agria Breed Profiles (Berichtsangabe) geführt. Die Angabe von zwölf bis fünfzehn Jahren stammt aus den FAQ des Barbet Club of America, die dort eine durchschnittliche Lebenserwartung von 12 bis 15 Jahren nennen, ohne eine Datengrundlage anzugeben (Vereinsangabe).
Gesundheitszahlen
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